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Die COOP: Eine genossenschaftliche Stadtkultur

Die Coop in zentraler Lage des Städtebauprojekts wird den Einwohnern von Deux Rives ein kulturelles, wirtschaftliches, bürgernahes Zentrum bieten, das wohnortnahe Dienstleistungen und weltstädtische Attraktivität miteinander vereint.

Tatsächlich wird die Coop mehr als 60 000 m² für wirtschaftliche und soziokulturelle Zwecke sowie wohnortnahe Dienstleistungen und circa 350 Wohnungen umfassen. Diese Räumlichkeiten eröffnen ab 2019, gleichzeitig mit der Inbetriebnahme der Tramhaltestelle StarCoop-Petit Rhin.

 

Die „COOP“ setzt sich hauptsächlich aus dem Grundstück und den Gebäuden der ehemaligen genossenschaftlichen „Union des coopérateurs d’Alsace“, einem symbolträchtigen Vertriebsnetz der Region, zusammen.

 

Die „Coopé“ ließ sich hier 1911 nieder und entwickelte von dort aus im 20. Jahrhundert ihre Produktions- und Vertriebsaktivitäten – bis zur Unternehmensschließung und dem Aufkauf des Standorts durch die SPL Deux-Rives im Jahr 2015.

Die Organisation von Ososphère, dem Festival für digitale Kunst und Elektromusik, die Präsenz von Künstlerateliers sowie der historisch kooperative Geist des Unternehmens COOP d’Alsace festigen die ersten strategischen Ausrichtungen des Standorts: Ein Ort mit einem neuen Mix aus Wirtschaft (Industrie, Hafen-, Kreativ-, Sozial- & Solidarwirtschaft, digitale Wirtschaft), Kultur und gesellschaftlichem Leben.

Die Beschaffenheit und die Geschichte des Ortes beleuchten die zukünftige Entwicklung der Coop. Die Coop Alsace war ein unternehmerisches und soziales Projekt mit dem Konzept eines alternativen Konsums, einer Aufwertung von Know-how und lokaler Produkte. Die „Coop“ trägt und flektiert dieses Erbe in ihren Projekten und ihrer Vorgehensweise.

 

Die Coop wird zu dem Ort, an dem sich heute mit Alexandre Chemetoff eine „kooperative Stadtkultur“ entwickelt.

 

Die Coop stellt materielles und immaterielles Kulturerbe zugleich dar. Der Standort bietet eine unglaubliche Vielfalt an Räumen und Gebäuden, die nach und nach für den Lagerungs- und Produktionsbedarf errichtet worden waren. Die Ateliers, Büros, Wohnungen, Vorratsmagazine, Produktionsflächen, Schreinerei, Reparaturwerkstatt, Weinkeller und Bäckerei sind rund um Innenhöfe und Straßen angeordnet und bilden bereits ein eigenes Stadtviertel.

Als ob sie in den 2010-er Jahren überstürzt verlassen worden wären, atmen sie die lebendige Geschichte ihrer einstigen Insassen. Ihr schneller Verfall jedoch zwingt zu raschem Handeln. Man muss ihnen eine neue Zweckbestimmung geben, die Projektträger identifizieren und so schnell wie möglich mit den Sanierungsarbeiten beginnen.

Alexandre Chemetoff, Architekt-Stadtplaner-Landschaftsarchitekt des Projekts, stützt sich auf die Geschichte der Orte, auf die gegebenen Charakteristiken der Architektur und der Räumlichkeiten, um die Zukunft besser zu ersinnen. Im Interesse einer „großzügigen Sparsamkeit“ passen sich die Konzepte und Programme an die Charakteristiken der Gebäude an. Die vorhandenen Qualitäten der Räume nähren die Überlegungen bezüglich ihrer zukünftigen Nutzung: Warum also nicht ein „FabLab“ in der ehemaligen Schreinerei, ein Raum zur Aufbewahrung von Kunstwerken im ehemaligen Vorratsmagazin, Künstlerateliers in den ehemaligen Werkstätten, Büros und Wohnungen in den ehemaligen Dienstwohnungen, eine Konzertbar in der Kfz-Werkstatt usw.?

Inspiriert vom genossenschaftlichen Geist der Coop Alsace verschreiben sich Innovation und die Konzepte überdies einem bürgerschaftlichen und kooperativen Ansatz: Arbeitsmittel und Dienstleistungen werden gemeinsam genutzt; der Wohnraum entwickelt sich in partizipativen Ansätzen; Kulturen, Wissen, Ideen und Know-how tauschen einander gegenseitig aus; ökonomische und solidarische Projekte mit europäischer Ausrichtung und direktem Bezug zum Rheinhafengebiet finden hier ihren Verankerungspunkt; ein grenzüberschreitendes „Coop-Netzwerk“ wird schrittweise geknüpft,…

Ab Sommer 2019 werden die Räumlichkeiten eröffnet, die als treibende Kraft für ein dynamisches Stadtviertelleben sowie eine wirtschaftliche und grenzüberschreitende, soziokulturelle Ausstrahlung fungieren.

Diese Örtlichkeiten sind insbesondere für kulturelle Einrichtungen der Stadt Straßburg grundlegend, die sich über mehrere Gebäude erstrecken werden:

Die Cave à vin (der ehemalige Weinkeller) – Gebäude mit ca. 12 500 m², davon werden ca. 8 200 m² für Einrichtungen der Stadt Straßburg saniert.

Die Cave à vin wird große Mehrzweckräume für kulturelle und sozioökonomische Projekte und Veranstaltungen sowie Büroräume und Ateliers beherbergen. Als Wahrzeichen der Coop steht sie einer Vielzahl an Publikum und Projektträgern offen, die neue Verbindungen zwischen soziokulturellen und wirtschaftlichen Netzwerken knüpfen sollen.

La Virgule (dt. das Komma) – ca. 4 600 m² werden für die Schaffung von Orten der Kreation und Innovation saniert: Künstlerateliers und Handwerkstätten, Räume für kulturelle Mediation, ein Makerspace/Fab Lab, ein öffentlicher Veranstaltungsraum,…

Die Union Sociale / Sozialunion – Zentrum zur Konservierung und für Studien der Museen der Stadt Straßburg (8 200 m²).

Die Sozialunion als ehemaliges Vorratsmagazin wird einen Teil der Einrichtungen der Stadt beherbergen, die der Konservierung und dem Studium der Sammlungen der Museen der Stadt Straßburg sowie der Mediation rund um diese Aktivitäten und Sammlungen gewidmet sind.

Gemeinsam mit dem Hafen und Starlette ist die COOP auch der Ort, an dem die wirtschaftliche Entwicklung von Deux-Rives verankert ist.

In der Tat werden den Unternehmen, Angestellten und Unternehmern an diesem Standort zahlreiche Dienstleistungen geboten: Tagungs-/Schulungsräume, Veranstaltungsräume, Coworking-Spaces, Betreuung bei Schulungen und im Unternehmertum, Makerspace für Design und Prototyping, Dienstleistungen für Angestellte,….

Die COOP muss zur tragenden Stütze neuer Zusammenarbeit zwischen verschiedenen wirtschaftlichen und kulturellen Akteuren werden: Industrielle, Akteure der Sozial- und Solidarwirtschaft, kreative, französische, deutsche, europäische Akteure…

Der Standort bietet daher verschiedene Räume, die der Wirtschaft gewidmet sind, wie das KaléidosCOOP (Zusammenschluss von Akteuren im Bereich Unternehmertum und Sozial- und Solidarwirtschaft) und insgesamt 40 000 m² (davon 15 000 m² saniert), die Wirtschaftsaktivitäten gewidmet sind (Büros-Schulung, Ateliers, Handwerkstätten, Logistik, Handel,…).

Als Ort innerhalb einer Europametropole ist die COOP ein Stadtviertel, in dem die kooperative Stadtkultur im Alltag flektiert wird.

Wohnraum, Geschäfte und Dienstleistungen vor Ort, Vereinsaktivitäten, Cafés,… sind essentielle Projekte für das Leben vor Ort, für eine Vielfalt an Einwohnern und Akteuren sowie das lebendige Treiben zu den verschiedenen Uhrzeiten. Circa 350 Wohnungen und deren Bewohner und ihre lokalen Bedürfnisse verankern somit das Projekt mit dessen Gebiet, knüpfen Bande zu den sie umgebenden Stadtvierteln vom Port du Rhin bis nach Kehl.

Coop in Zahlen:

  • 90 000 auszubauende m², davon die Hälfte durch Sanierung, die Hälfte als Neubau,
  • 350 vielfältige und atypische Wohnungen (Cohousing, Wohnungen im „Rohbau“,…)
  • 20 500 m², die im Rahmen des öffentlichen Nutzungskonzepts Coop umgenutzt werden (kulturelle, wirtschaftliche und bürgerschaftliche Nutzungszwecke).
  • 40 000 m² (davon 15 000 m² durch Sanierung) für wirtschaftliche Aktivitäten (Büros-Schulungen, Ateliers, Handwerkstätten, Logistik, Handel,…).

Coop in Daten (vorläufiger Zeitplan):

Frühjahr 2017 

  • Verlängerung der Tramlinie D > Inbetriebnahme der Haltestelle StarCoop-Petit Rhin in 2019*, d.h. bei Ankunft der ersten Einwohner und Angestellten sowie bei Eröffnung der soziokulturellen Einrichtung der Coop.
  • Erste Aufrufe zur Interessensbekundung im Hinblick auf die Sanierung des Verwaltungsgebäudes (13 000 zu sanierende m² im Rahmen eines kombiniertem Projekts Ateliers-Büros-Wohnungen).
  • Benennung der ersten „Aktivatoren“ und Nutzer des Standorts (zukünftige Nutzer der Schreinerei/Makerspace und Kfz-Werkstatt/Künstlerateliers & Handwerkstätten)

Ende 2017 – Anfang 2018

  • Beginn der Bauarbeiten am Standort Coop (Gebäude von La Virgule, Cave à Vin und Union Sociale); Gestaltung des öffentlichen Raums.

Ende 2019 – Anfang 2020

  • Eröffnung der 20 500 m² großen öffentlichen Einrichtungen der Coop: Räumlichkeiten von La Virgule (Ateliers, Makerspace, Veranstaltungsraum), der Cave à vin (Veranstaltungsräume der Säulenhalle und des ehemal. Raums für die Flaschenabfüllung, Ateliers/Werkstätten,…) und der Union Sociale (Zentrum für Konservierung und für Studien der Museen).