Strasbourg Deux—Rives
Startseite
Mobilität
Vue perspective du Parc du Petit Rhin. Crédits Agence TER.

Mobilität

Als fahrradfreundlichste Stadt Frankreichs hat es Straßburg schon früh verstanden, die Straßenbahn mit dem Langsamverkehr, also den Bedürfnissen von Fußgängern und Radfahrern, in Einklang zu bringen. Auch beim neuen Abschnitt des planerischen Großprojekts Deux-Rives / Zwei-Ufer wird dieses Streben nach fließendem und beruhigtem Verkehr weitergeführt, indem die Geschäfte des täglichen Bedarfs einfach zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind und die ÖPNV-Anbindung an die Innenstadt Straßburgs darüber hinaus sichergestellt ist.

Vue perspective de la Pointe Citadelle. Crédits Agence TER.
Vue perspective de la Pointe Citadelle. Crédits Agence TER.

Die Eurometropole legt großen Wert auf nachhaltige Mobilitätsformen, die Luftverschmutzung, Lärmbelastung und Staus reduzieren und für Gesundheit und Wohlbefinden förderlich sind. Die Straßenbahn sorgt für eine gute Erreichbarkeit zahlreicher Punkte und wird durch ein Netz aus Radwegen ergänzt. Hierzu zählen auch die 130 km Rad-Schnellstraßen des Vélostras-Netzes. Der Anteil des Autoverkehrs geht zugunsten des Fußgänger- und Radanteils zurück:

Fahrradfahrer:

  • 1997: 6 % des Verkehrsaufkommens in der Eurometropole
  • 2009: 8 %
  • 2019: 11 % in der Metropole und 15 % in der Innenstadt

Fußgänger:

  • 2009: 31 % des Verkehrsaufkommens in der Eurometropole
  • 2019: 36,5 %

Öffentlicher Personennahverkehr:

  • 1988: 7 % des Verkehrsaufkommens in der Eurometropole
  • 1997: 9 %
  • 2019: 15,5 %

Auto:

  • 1997: 53 % des Verkehrsaufkommens in der Eurometropole
  • 2009: 47 %
  • 2019: 36 %

Innerhalb von 10 Jahren 100.000 Autos/Jahr weniger in Straßburg: 2009 waren es 340.000, 2019 nur noch 240.000

(Quelle ADEUS – Observatoire de la mobilité)

Die Straßenbahn als roter Faden

Wie die Innenstadt Straßburgs setzen auch die neuen Stadtviertel auf Langsamverkehr und nachhaltige Formen der Mobilität. Dabei ist die Straßenbahnlinie D der rote Faden des Projekts und verbindet die Stadtteile in der Nähe des ehemaligen Hafens mit den Innenstädten von Straßburg und Kehl. Sie wurde bereits vor den ersten Gebäuden gebaut. Die beiden neuen Haltestellen Citadelle und StarCoop werden bereits angefahren, damit die neuen Bewohner und Arbeitnehmer direkt nach ihrem Einzug von einer guten Anbindung profitieren.

  • Drei Straßenbahnhaltestellen: Port du Rhin, Petit Rhin-Coop und Citadelle
  • Fernverkehrsbahnhof von Straßburg ist in weniger als 20 Minuten erreichbar
  • eine Haltestelle ist von allen Wohnungen in weniger als 4 Minuten zu Fuß erreichbar

Das Fahrrad im Herzen der Stadt

Jedem Bewohner oder Erwerbstätigen steht eine gesicherte Abstellfläche für sein Fahrrad zur Verfügung. Außerdem sind Reparaturwerkstätten und Schließfächer in Planung. Darüber hinaus können Fahrräder des Verleihdiensts VelHop auf öffentlichen Parkplätzen ausgeliehen werden. Dabei berücksichtigen die Parkplätze auch die steigende Anzahl an E-Bikes, Lasten- oder Fahrrädern mit Anhängern.

Mit dem Fahrrad haben Sie drei Optionen:

  • die Fahrradstraßen, auf denen das Fahrrad in allen Stadtvierteln nicht von Autos überholt werden darf
  • das über 600 Kilometer lange Radwege-Netz in Straßburg
  • das 130 Kilometer lange Vélostras-Netz aus Fahrrad-Schnellstraßen der Metropole

Innovatives Parksystem

Das Auto verschwindet aus dem öffentlichen Raum. Die Fahrzeuge der Anwohner werden in fünf Parkhäusern abgestellt, die nach dem Prinzip des Parkplatz-Sharing auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. 2 befinden sich im Stadtteil Citadelle, 2 im Stadtteil Starlette et 1 im Stadtteil Coop. Die mehrstöckigen Parkhäuser sind jeweils weniger als 250 Meter von jeder Wohnung entfernt. Sie werden durch verschiedene Mobilitätsdienstleistungen wie Fahrgemeinschaften oder Ladestationen für E-Autos ergänzt. Darüber hinaus werden am Rheinufer mehrere private Parkplätze für Anwohner künftig auch öffentlich zugänglich sein.

Hierbei soll die Auslastung der Parkplätze durch eine Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzergruppen (Anwohner, die tagsüber mit dem Auto zur Arbeit fahren vs. Touristen, die tagsüber in der Stadt parken wollen) erhöht werden, ohne dabei gleichzeitig mehr Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Dabei ist eine bestimmte Anzahl an Besucherparkplätzen vorgesehen, damit auch diese zusätzlichen Fahrzeuge einen Parkplatz finden.

Anwohner und Unternehmen erwerben einen Dauerparkausweis, der ihnen einen Stellplatz garantiert. Die monatlichen Stellplatzkosten sind insgesamt vergleichbar oder gar günstiger als in den umliegenden Vierteln.

Verkehrsberuhigte Straßen

Mit Ausnahme von Lieferfahrzeugen oder Umzugsautos ist die Straße für den Autoverkehr gesperrt. Damit rückt der Mensch wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Raums. Er wird durch tieferliegende Bereiche mit Grünstreifen aufgewertet, in denen das Regenwasser aufgefangen wird und versickern kann. Diese Bereiche sind für den sicheren Rad- und Fußgängerverkehr gedacht und eignen sich zum Flanieren, Spazierengehen, als Treffpunkt oder für Freizeitzwecke.

Weiterlesen Text verstecken

Filtrer par Stadtviertel

Filtre Quartier Opération
  • Stadtviertel CITADELLE (1)
Vue perspective de Dock-1. Crédits Lucquet Architectes et Dietrich Untertrifaller Architectes.

Dock-1

Das Bauprojekt Dock-1 bildet das Verbindungsstück zwischen dem Bassin Vauban und dem Bassin de la Citadelle und ist[...]

Sanierung und Recycling von belastetem Boden

Bei der Entwicklung der Straßburger Stadtviertel Citadelle, Starlette, Coop und Rives & Port du Rhin rückte das[...]